Im Rahmen eines zweiwöchigen Design Sprints im Studium (Connect Project) habe ich mich mit einer Aufgabenstellung von MuMAPS auseinandergesetzt. MuMAPS ist ein Museum, das seine Sammlung an mechanischen Objekten in geführten und individuellen Rundgängen zugänglich macht. Während die Führung die Maschinen in Aktion zeigt und erklärt, bleibt der individuelle Rundgang vor allem beobachtend. Objekte stehen in Vitrinen, dazu gibt es nur sehr begrenzte Information. Ungenutzt bleibt dabei eine Reihe leerer Schubladen auf Handhöhe. Genau hier setzt mein Ansatz an. Die Discovery Drawers verschieben den individuellen Rundgang vom statischen Archiv hin zu neugierdegetriebenem Entdecken.
Meine Rolle: Ideation, Konzeptgestaltung
Werkzeuge: Miro, Figma, Quick Prototyping
@ HSLU & MuMAPS, 2026
Open Storage Museen bewegen sich zwischen drei Grundtypen: dem offenen Depot, dem Archiv und dem Demonstrationsmuseum. MuMAPS liegt mit ihrem Angebot zwischen Archiv und Demonstration. Die Discovery Drawers setzen genau in diesem Zwischenraum an. Sie machen aus dem Archiv eines, das auch Neugier belohnt.
Da das Museum erst kürzlich neu eröffnet hat, bleibt vieles noch im Aufbau. Auch die Discovery Drawers werden sich erst mit der Zeit füllen. Ein System aus Icons steuert dabei die Erwartungshaltung der Besucher:innen. Es zeigt vor dem Öffnen, welche Art von Interaktion in einer Schublade wartet und ob diese Schublade überhaupt etwas beinhaltet. Denn nur bespielte Schubladen erhalten ein Label. So können Kinder gezielt nach Schubladen zum Anfassen suchen, Spezialist:innen nach technischem Detail. Das Museum kann die Schubladen dabei dynamisch bespielen.